Worauf ist beim Kauf eines Bohrhammers zu achten?
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Worauf ist beim Kauf eines Bohrhammers zu achten?

Ein Bohrhammer wird meist elektrisch betrieben. Mit diesem Gerät können Sie in extrem, harte Materialien wie Beton, Mauerwerke und Kunststein Löcher bohren. Dazu ist das Arbeitsgerät mit einem Hammerwerk ausgestattet.

Im Gegensatz zu einer Schlagbohrmaschine ist die Schlagkraft des Bohrhammers nicht von Ihrem Kraftaufwand beim Einsatz abhängig. Denn durch die Schlagbewegungen des Hammerwerks zieht sich der Bohrer von selbst in das Mauerwerk oder in den Beton. Dank seiner hohen Leistung kann ein Bohrhammer auch als Meißel verwendet werden. Mit seinen Vor- und Rückwärtsbewegungen schlägt sich der Bohrkopf sogar durch hartes Gestein. Zusätzlich lässt sich dieses vielseitige Arbeitsgerät meist auch als Bohrmaschine einsetzen. Die Leistung eines elektrischen Bohrhammers ist in Watt angegeben.

Bohrhämmer lassen sich zudem in drei Kategorien einteilen

Elektrische Bohrhämmer

Diese Modelle werden meist von Handwerkern und Heimwerkern angewandt. Ihr Herzstück ist das Schlagwerk, das von einem elektrischen Motor angetrieben wird. Diese Geräte können sowohl netzgebunden als auch akkubetrieben arbeiten.

Pneumatische Bohrhämmer

Diese Bohrhammer-Variante wird über Druckluft betrieben. Der Kolben wird dabei über ein Kugelventil bewegt, sodass er auf das Schlagstück schlägt. Der Schlag wird auf das Ende der Bohrstange weitergegeben. Beim Rückprall bewegen sich das Schlagstück sowie die eingebaute Bohrstange weiter. Auf diese Weise wird das Aufbrechen harten Materialien erleichtert. Die ersten Maschinen dieser Art wurden bereits 1860 entwickelt.

Hydraulische Bohrhämmer

Diese Werkzeuge sind für ganz schwere Einsätze konzipiert. Anders als die pneumatischen Bohrhämmer, die mit Luft betrieben werden, wird diese Variante mit Flüssigkeiten betrieben. Daher ist ein hydraulischer Bohrhammer besonders schwer, er bringt ein Anfangsgewicht von 150 Kilogramm auf die Waage.

In diesem Ratgeber zeigen wir auf, worauf es bei einem Bohrhammer besonders zu achten gilt

  1. Design

Die Modelle der verschiedenen Hersteller unterscheiden sich hauptsächlich durch ihr Logo und durch ihre Farben. Vom Aussehen her weisen alle Fabrikate die typische Pistolenform auf. Hochwertige Erzeugnisse haben zudem einen gummierten Griff, der ergonomisch geformt ist. Dadurch liegt der Bohrhammer gut in der Hand und die Vibrationen die bei der Arbeit auftreten, werden gut absorbiert.

  1. Leistung

Die Nennaufnahmeleistung der Arbeitsgeräte wird in Watt angegeben. Sie variiert je nach Größe des Modells. Bohrhämmer heben sich in ihrer Leistung deutlich von Bohrmaschinen ab. Die Stahl- und Betonkonstruktionen in den modernen Gebäuden haben zugenommen, daran haben auch die Hersteller ihre Geräte angepasst.

Ältere Bohrhämmer für die ursprünglichen Steinkonstruktionen sind nicht mehr für die neuen Stahl- und Betonkonstruktionen geeignet. Die Leistungen der modernen Geräte liegen laut Bohrhammerfuchs zwischen 700 und 1.200 Watt und sie sind daher auch für alle Materialien geeignet.

  1. Schlagkraft

Die Schlagkraft der Arbeitsgeräte wird in Joule angegeben. Eine hohe Joule-Zahl bedeutet auch einen kräftigeren Bohrhammer. Es kommt auf die Art der Baustelle und auf den Einsatz an, ob Sie ein Gerät mit hoher oder mit niedriger Schlagkraft benötigen. So wird beispielsweise ein Heimwerker mit einem Modell mit 1,5 bis 3,5 Joule durchaus auskommen. Ein Bohrhammer mit einer höheren Schlagkraft hilft Ihnen zwar die Arbeiten schneller zu erledigen. Allerdings benötigen Sie auch mehr Übung und Routine im Umgang mit dem Arbeitsgerät.

  1. Handhabung

Am besten wäre es, wenn Sie das Arbeitsgerät vor dem Kauf in die Hand nehmen könnten. Wenn Sie im Internet ein Wunschmodell gefunden haben, sollten Sie ein ähnliches Gerät im Baumarkt ansehen und dabei das Gewicht und die Handhabung testen. Achten Sie darauf, dass sich die Funktionen des Bohrhammers einfach umstellen lassen und dass die Bohrer einfach zu wechseln sind.

Neben netzgebundenen Werkzeugen werden von den Herstellern auch akkubetriebene Bohrhämmer auf den Markt gebracht. Hochwertige Geräte sind mit Lithium-Ionen Akkus ausgestattet. Diese Akkus punkten mit einer kurzen Ladezeit und mit einer langen Arbeitsdauer. Sie überzeugen ihre Anwender mit einer Akkukapazität von mindestens 3 Ah. Das Akku-Ladegerät sollte über einen Überhitzungsschutz sowie über eine Ladeabschaltung verfügen.

  1. Maximale Leerlaufdrehzahl

Der Leerlaufschlagzahl kommt bei Bohrhämmern eine große Bedeutung zu. Die schlagenden und hämmernden Bewegungen sind für den Arbeitsfortschritt mit den Geräten verantwortlich. Bei harten Materialien wie Beton, Kunst- und Naturstein kommt es vor allem auf die Anzahl der Einschläge an.

  1. Maximale Leerlaufschlagzahl

Die perfekte Leerlaufschlagzahl eines erstklassigen Bohrhammers wird von Experten mit zwischen 4.000 und 5.000 Schlägen in der Minute angegeben. Sie ist nicht von der Antriebsart (elektrisch und pneumatisch) des Werkzeugs abhängig.

  1. Bohrstärken

Die Hersteller von Bohrhämmern geben in den Artikel-Beschreibungen auch die maximal zu erreichende Bohrstärke an. Für die Angabe werden, Beton, Stahl und Holz herangezogen. So liegt die maximal empfohlene Bohrstärke in Stahl bei 13 Millimeter. Bei Beton wiederum wird sie mit Werten von 20 bis 28 Millimeter angegeben. Bei den zu erreichenden Bohrstärken kommt es auf die jeweilige Materialhärte an. Die Antriebsart des Bohrhammers spielt allerdings keine Rolle bei der Verteilung der zu erreichenden Bohrstärke.

  1. Werkzeugaufnahme

Moderne Geräte verfügen über Bohrerschaftssysteme wie SDS-plus. Damit ist ein werkzeugloser Wechsel der verschiedenen Werkzeuge wie Meißel und Bohrer möglich. Dieses System trägt zudem für einen reibungslosen Arbeitsablauf bei. Anzuführen gilt es außerdem, dass mittlerweile die Werkzeuge (Meißel, Bohrer) an Bohrhämmern von verschiedenen Herstellern miteinander kompatibel sind.

  1. Tiefenanschlag

Mit dem Tiefenanschlag lässt sich die gewünschte Bohrtiefe einstellen. Befinden sich in der Wand Strom- oder Wasserleitungen, dann verhindern Sie mit dem Tiefenanschlag, dass diese Leitungen beschädigt werden. Bei den meisten Geräten ist diese Ausstattung integriert. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie den Tiefenabschlag extra bestellen und anbringen.

  1. Zweithandgriff

Bei der Anwendung eines Bohrhammers kann es immer wieder einmal zu einem Rückschlag kommen, der sich mithilfe des Zweithandgriffs ausgleichen lässt. Wird das Werkzeug mit beiden Händen geführt, erhalten Sie in der Regel ein besseres Arbeitsergebnis. Die gute Kontrolle über die Maschine bietet Ihnen außerdem mehr Sicherheit. Der zweite Griff verhindert, dass Sie die Kontrolle über das Gerät verlieren.

TIPP: Da bei der Arbeit mit dem Bohrhammer sehr viel Staub und Schmutz aufgewirbelt werden, sollten Sie unbedingt einen Mund- und Augenschutz tragen, damit Ihre Atemwege nicht blockiert werden.

  1. Meißelfunktion

Die Meißelfunktion am Bohrhammer ermöglicht Ihnen einfache Meißelarbeiten, wie sie beim Abriss eines Gebäudes nötig sind. Sobald das Schlagwerk arbeitet, ist diese Funktion deaktiviert.

  1. Kabellänge

Ihr Bohrhammer sollte mit einem Kabel von mindestens 2 Meter ausgestattet sein, andernfalls muss meist ein Verlängerungskabel eingesetzt werden. Ein längeres Kabel erhöht allerdings auch das Gewicht des Werkzeugs.

  1. Gewicht

Ein Bohrhammer ist nicht gerade ein „Leichtgewicht“. Diese Arbeitsgeräte bringen in der Regel ein Gewicht zwischen zwei und sechs Kilogramm auf die Waage. Ein kabelgebundenes Gerät ist normalerweise am leichtesten. Bei einem akkubetriebenen Modell kommt noch das Gewicht des Akkus dazu. Auch pneumatische Bohrhämmer sind häufig schwerer und sie liegen außerdem in einer höheren Preisklasse.

  1. Lieferumfang

Achten Sie beim Kauf eines Bohrhammers auf das Zubehör, das bereits im Lieferumfang enthalten ist. Diese Teile brauchen Sie später nicht mehr separat zu erwerben. Meist wird Ihnen das vielseitige Arbeitsgerät in einem stabilen Werkzeugkoffer geliefert, mit dem Sie es komfortabel von Baustelle zu Baustelle transportieren können.

Ein Bohrhammer wird meist elektrisch betrieben. Mit diesem Gerät können Sie in extrem, harte Materialien wie Beton, Mauerwerke und Kunststein Löcher bohren. Dazu ist das Arbeitsgerät mit einem Hammerwerk ausgestattet. Im Gegensatz zu einer Schlagbohrmaschine ist die Schlagkraft des Bohrhammers nicht von Ihrem Kraftaufwand beim Einsatz abhängig. Denn durch die Schlagbewegungen des Hammerwerks zieht sich der Bohrer von selbst in das Mauerwerk oder in den Beton. Dank seiner hohen Leistung kann ein Bohrhammer auch als Meißel verwendet werden. Mit seinen Vor- und Rückwärtsbewegungen schlägt sich der Bohrkopf sogar durch hartes Gestein. Zusätzlich lässt sich dieses vielseitige Arbeitsgerät meist auch als…

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